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Sambesi-Expedition rückt Malaria ins Rampenlicht

Novartis gehört einer Partnerschaft verschiedener Organisationen an, die eine ambitionierte Reise entlang des Flusses Sambesi unterstützt und auf die Schwierigkeiten der Verteilung von Moskitonetzen und Malariamedikamenten an die afrikanische Landbevölkerung hinweist.

Die Roll Back Malaria Zambezi Expedition unternahm eine zweimonatige Reise, die am 29. März 2008 begann und die Strecke von 2.500 Kilometern entlang des Sambesi-Flusses von dessen Quelle im Nordwesten Sambias bis zum Delta in Mosambik umfasste. Am 25. April, dem Welt-Malaria-Tag, erreichte die Expedition die Stadt Livingstone in Sambia - auf halbem Weg zum Ziel - und beteiligte sich an der dortigen Informationsveranstaltung zum Roll Back Malaria World Malaria Day. Das Thema des Tages lautete "Malaria - eine Krankheit ohne Grenzen", was sich in der Reise des Teams durch sechs Länder widerspiegelt.

Die Roll Back Malaria Zembezi Expedition verläuft durch sechs Länder.

Die Expeditionsleiter Helge Bendl und Andy Leemann wurden durch die Sambesi-Expedition des britischen Forschungsreisenden David Livingstone zwischen 1858 und 1864 inspiriert. Sein Plan war es, vom Delta aus aufzubrechen und zur Quelle vorzudringen; aber die Stromschnellen von Cahora Bassa blockierten seinem Raddampfer den Weg. Mary Livingstone, die Gattin des Forschungsreisenden, erkrankte an Malaria und verstarb noch während der Reise.

Helge Bendl und Andy Leemann vor dem David-Livingstone-Denkmal bei den Victoriafällen.

Viele der Schwierigkeiten, die die Livingstone-Expedition zu bewältigen hatte, sind bis heute geblieben. Allerdings ist die Sambesi-Expedition 2008 viel besser ausgerüstet, um damit fertig zu werden. Sie reist in aufblasbaren Booten, die für die seichten Gewässer und Extremverhältnisse des viertlängsten Flusses Afrikas geeignet sind, sowie mit voller Unterstützung auf dem Land- und Luftweg. Bei der Durchquerung jedes Landes weist das Team auf die Probleme hin, die sich den mit der Malariabekämpfung betrauten Personen stellen, und informiert über deren Erfolge. "Wir sind überwältigt von der Entschlossenheit der vor Ort tätigen Verantwortlichen für die nationalen Malariabekämpfungsprogramme wie auch der Gemeinschaften, die sich dafür einsetzen, dass die Mittel zur Malariabekämpfung dorthin gelangen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Das ist sehr beeindruckend. Der Zugang ist in der Tat eines der grössten Probleme und er wird oft durch Überschwemmungen, Bevölkerungsverschiebungen über die Grenzen hinweg und durch mangelnde Gesundheitseinrichtungen in diesen Gebieten erschwert", sagt Expeditionsleiter Helge Bendl.

 

Malaria - vorbeugbar und behandelbar

Malaria ist eine lebensbedrohende Krankheit, die von Mücken übertragen wird und ganze 40% der Weltbevölkerung betrifft. Die Krankheit ist seit Jahrhunderten bekannt, stellt aber in den ärmsten Ländern der Welt nach wie vor eines der dringendsten Gesundheitsprobleme dar. Mehr als eine Million Menschen fallen der Malaria jedes Jahr zum Opfer - vorwiegend Kinder und schwangere Frauen in Afrika. An Malaria sterben in Afrika mehr Kinder als an irgendeiner anderen Krankheit, einschliesslich AIDS, und bis zu 40% der nationalen Gesundheitsausgaben der Entwicklungsländer entfallen auf sie.

"Alle 30 Sekunden stirbt in Afrika ein Kind an Malaria."

Kinder und schwangere Frauen sind dem größten Risiko ausgesetzt. Heute existieren wirksame Behandlungen, wie ein Medikament von Novartis, mit dem sich Malaria schnell und erfolgreich heilen lässt. Sowohl die Vorbeugung als auch die Behandlung werden jedoch durch Armut, Fortschrittsskepsis, Unerreichbarkeit der Bevölkerung, schlechte Infrastruktur, Korruption und Konflikte behindert.

 

Ein hochwirksames Malariamedikament

  • Das Novartis-Medikament ist eine hochwirksame Artemisinin-Kombinationstherapie (ACT), die sich aus zwei führenden Malariamedikamenten zusammensetzt
  • Es erzielt Heilungsraten von bis zu 95%, selbst in Gebieten mit Mehrfachresistenzen
  • Im Jahr 2007 lieferte Novartis mehr als 66 Millionen Behandlungseinheiten nach Afrika und konnte dadurch schätzungsweise 220.000 Menschenleben retten
  • Novartis arbeitet im Rahmen einer einzigartigen öffentlich-privaten Partnerschaft mit internationalen Gesundheitsorganisationen zusammen, um das Malariamedikament  Menschen in einkommensschwachen Ländern zu Herstellungskosten abzugeben
  • Eine dreitägige Einnahme der Tabletten vermag Malaria zu heilen und wird von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen
  • 22 afrikanische Staaten haben das Medikament offiziell zu ihrer Behandlung erster Wahl gegen Malaria erklärt

 

Novartis geht in der Malariabekämpfung Partnerschaften ein

Die mit einer wirksamen Malariavorbeugung und -behandlung verbundenen Probleme lassen sich nur durch umfangreiche Zusammenarbeit verschiedener Organisationen lösen. Auch die Roll Back Malaria Zambezi Expedition ist eine solche Partnerschaft von Einzelpersonen und Organisationen. In den Booten befinden sich jeweils ein renommierter Journalist oder eine Journalistin, ein erfahrener Forscher oder eine Forscherin sowie eine Crew aus Volontären. Die Unterstützung und Koordination erfolgt durch das Sekretariat der Roll Back Malaria Partnership in Genf, durch Logistikexperten und Presseteams in Johannesburg und Lusaka, und das Projekt wird durch eine Reihe nicht gewinnorientierter Institutionen und Privatunternehmen wie Novartis finanziell unterstützt. Für das Projekt entscheidend sind die National Malaria Control Programs der sechs Länder, durch die der Sambesi fliesst. Jedes Gesundheitsministerium in Afrika verfügt über eine spezielle Abteilung für ein National Malaria Control Program (NMCP), die die Ressourcen für die Malariavorbeugung und -behandlung koordiniert.

Jedes dieser Länder, die vom Sambesi durchflossen werden, hat seine eigene Leidens- und Erfolgsgeschichte, in der sich viele der Probleme malariaendemischer Länder spiegeln. In Sambia beispielsweise schützt sich ein grosser Teil der Bevölkerung durch Netze und Spraysysteme, und der Zugang zu ACT (Kombinationstherapien auf Artemisininbasis) ist der höchste in Afrika. Das hat zu einem drastischen Rückgang der Malariafälle unter Kindern geführt. Im Nachbarland Angola dagegen haben die Gesundheitssysteme unter dem 27-jährigen Bürgerkrieg gelitten, und nur eine Minderheit der Bevölkerung hat Zugang zur Malariabekämpfung.

 

Die Häufigkeit von Malaria lässt sich reduzieren durch:

  • Verwendung von Bettnetzen
  • Insektizid-Sprayprogramme
  • Besprühung und Trockenlegung des Lebensraums der Mücken

Die Roll Back Malaria Zambezi Expedition weckt das öffentliche Bewusstsein für diese verheerende und doch vermeidbare Krankheit. Sie selbst können die erzielten Erfolge live mitverfolgen und Bilder von den Flusslandschaften und den besuchten Dörfern betrachten, wenn Sie sich auf der Expeditions-Website einloggen. "Diese ambitionierte Flussexpedition ist eine wirksame, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Gemeinschaften in allen sechs Ländern mobilisiert und starke politische Unterstützung geniesst. Das ist das Erfolgsrezept", sagt Dr. Awa-Marie Coll-Seck, Executive Director der Roll Back Malaria Partnership.

 

Weitere Sponsoren

Die Roll Back Malaria Zambezi Expedition wird durch die Coca Cola Africa Foundation, ExxonMobil, MACEPA, Medicines for Malaria Venture, Nets for Life, Novartis, Malaria No More, Sumitomo Chemical, UN Foundation und Vestergaard-Frandsen gesponsert.

 

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