

Novartis setzt ihren Kampf für eine Welt ohne Lepra fort
Novartis und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben am 11. Oktober 2010 die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit für eine Welt ohne Lepra bekanntgegeben.
Novartis wird weiterhin kostenlos eine Kombinationstherapie (Multi-drug Therapie, MDT) bereitstellen. Die Spende an die WHO im Wert von rund USD 26 Millionen ermöglicht die Behandlung von etwa 1,1 Millionen Leprapatienten während der fünfjährigen Dauer der Vereinbarung. Zusätzlich wird Novartis weitere Zahlungen von insgesamt bis zu USD 2,5 Millionen leisten, um die Kosten der WHO für Organisation und Logistik zu decken.
„In den vergangenen zehn Jahren haben wir uns gemeinsam mit der WHO dafür eingesetzt, Leprapatienten weltweit eine kostenlose Behandlung zur Verfügung zu stellen. Obwohl wir bedeutende Fortschritte erzielt haben, ist der Kampf noch nicht ganz gewonnen“, so Joseph Jimenez, CEO von Novartis. „Wir sind jedoch fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass die Patienten die benötigten Medikamente erhalten. Deshalb werden wir uns so lange für das Spendenprogramm einsetzen, bis diese zu Behinderungen führende Erkrankung vollständig eliminiert ist.“
In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 14 Millionen Leprakranke geheilt und die Verbreitung der Krankheit zu 95% eingedämmt. Schätzungen zufolge gibt es heute weniger als 250 000 Leprafälle – ein grosser Erfolg für die öffentliche Gesundheit.
Novartis ist der einzige Lieferant von MDT-Therapien. Seit dem Jahr 2000 hat das Unternehmen in Partnerschaft mit der WHO Medikamente im Gegenwert von USD 60 Millionen zur Verfügung gestellt und damit die Heilung von rund fünf Millionen Patienten ermöglicht. Die Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung (NFSD) hat zudem wesentlich dazu beigetragen, die Stigmatisierung von Leprapatienten zu verringern und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern.
Trotz dieser beachtlichen Erfolge steht der Kampf gegen Lepra heute an einem Scheideweg. Die zunehmende Eindämmung der Krankheit hat dazu geführt, dass sie durch die Weltöffentlichkeit weniger wahrgenommen wird und dass das politische Engagement nachlässt. Aufgrund der geringeren Zahl von Fällen nimmt zudem in vielen Ländern das Wissen über die Diagnose und Behandlung der Lepra ab, wodurch Patienten unbehandelt bleiben.
Umfassende Lepraversorgung in Indien
Gemeinsam mit Regierungen und Nichtregierungsorganisationen stellt Novartis in Indien eine umfassende Lepraversorgung bereit. Zwar gilt Lepra in Indien landesweit als eliminiert – aufgrund seiner Grösse bleibt Indien jedoch das Land mit der höchsten Zahl an neuen Fällen pro Jahr. Über die gemeinnützige Novartis Comprehensive Leprosy Care Association (NCLCA) versorgt die NFSD in Indien seit 1989 Tausende Leprakranke mit einem umfassenden Hilfsangebot.
Sozialmarketing-Kampagnen sollen die Unkenntnis über Lepra und die mit ihr verbundene Stigmatisierung bekämpfen und Patienten anregen, sich behandeln zu lassen. Einmal erkannt, werden die Patienten mit MDT geheilt und mithilfe von Kliniken wieder in die Gesellschaft eingegliedert. Die NCLCA setzt die Arbeit mit den Patienten auch nach deren Heilung fort und unterstützt ihre Rehabilitation durch:
- Gesundheitsaufklärung
- Physiotherapie
- Schienen und Hilfsmittel zur Korrektur von Behinderungen
- Rekonstruktive Chirurgie
- Unterstützungsleistungen, um ein Auskommen zu sichten und sich wieder in die Gesellschaft eingliedern zu können
Mehr zur Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung
Eine fahrende Klinik in Brasilien
Brasilien ist eines der wenigen Länder weltweit, das das WHO-Ziel der Eliminierung der Lepra noch nicht erreicht hat. Angesichts von geschätzten 37 000 neuen Leprafällen jährlich besteht die Herausforderung darin, „die Diagnose weiter zu verbessern, damit die Leprakranken behandelt werden können“, erklärte Alexander Triebnigg, Country Head von Novartis in Brasilien.
Gemeinsam mit Morhan, einer Nichtregierungsorganisation, die sich für die Eliminierung der Lepra einsetzt, finanziert Novartis eine mobile Lepraklinik mit Labor, die dort Station macht, wo man die Krankheit heute noch antrifft – wie vor allem in den armen Regionen im Norden Brasiliens. Ärzte und Pfleger werden dabei von den lokalen Niederlassungen des vereinheitlichten Gesundheitswesens Brasiliens bereitgestellt. Dies geschieht im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Nationalen Rat der kommunalen Sanitätsdirektoren (National Association of Municipal Health Secretariats) und den Kommunalverwaltungen, die der mobilen Klinik Domizil gewähren.
„Wir kündigen die Ankunft der mobilen Lepraklinik in kleinen, mittleren und vor allem entlegenen Städten an und werben für sie“, so Triebnigg. „Ziel ist es, das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen, damit Menschen gleich welcher Altersgruppe, die mögliche Symptome aufweisen, einen Arzt aufsuchen und im Fall einer Diagnose sofort behandelt werden können.“
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